Kim: Wer Menschen verbinden möchte, muss ihnen zuerst zuhören
Wer Kim bei einem Business Meeting von Members Gateway erlebt, sieht meistens eine Frau, die aufmerksam durch den Raum geht, Gespräche führt und Menschen miteinander bekannt macht.
Das wirkt selbstverständlich.
Vielleicht gerade deshalb überrascht eine Aussage von ihr:
Kim beschreibt sich selbst als schüchtern.
Auf den ersten Blick scheint das nicht zu einer Frau zu passen, die beruflich seit vielen Jahren mit Menschen arbeitet und heute als Moderatorin Räume voller Unternehmerpersönlichkeiten begleitet.
Auf den zweiten Blick passt es erstaunlich gut.
Denn Kim möchte nicht unbedingt selbst im Mittelpunkt stehen.
Sie interessiert sich für die Menschen darin.
Erst der Mensch, dann die Funktion
„Ich sehe immer den Menschen, bevor ich den Unternehmer sehe.“
Dieser Satz beschreibt einen wesentlichen Teil ihrer Haltung.
Kim hört aufmerksam zu. Sie interessiert sich für Geschichten, Erfahrungen und dafür, was Menschen bewegt. Dabei entwickelt sie schnell ein Gefühl dafür, welche Persönlichkeiten sich gegenseitig interessante Perspektiven eröffnen könnten.
Nicht jede Verbindung muss dabei einen unmittelbaren geschäftlichen Zweck erfüllen.
Manchmal ist ein gutes Gespräch bereits wertvoll, weil jemand eine Frage stellt, die vorher niemand gestellt hat. Weil eine andere Erfahrung den eigenen Blick verändert. Oder weil man einem Menschen begegnet, mit dem man offen über Themen sprechen kann, für die im beruflichen Alltag nur selten Raum bleibt.
Für Kim beginnt genau dort eine wertvolle Beziehung.
28 Jahre, die ihren Blick auf Menschen geprägt haben
Einen großen Teil ihrer beruflichen Erfahrung sammelte Kim während ihrer 28 Jahre bei der Sparkasse.
Besonders ihre Arbeit im Vertrieb und als Vorstandsassistenz hat sie geprägt. Sie lernte unterschiedliche Persönlichkeiten kennen, begleitete Menschen in verschiedenen Situationen und erlebte, wie entscheidend Vertrauen, Verantwortung und professionelle Kommunikation sein können.
Mit der Zeit entwickelte sich daraus etwas, das sich nur schwer in einer Stellenbeschreibung festhalten lässt.
Menschenkenntnis.
Kim lernte zuzuhören, bevor sie bewertet. Situationen wahrzunehmen, bevor sie handelt. Und Verbindungen zu erkennen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht offensichtlich sind.
Diese Erfahrungen begleiten sie bis heute.
Sicherheit verlassen, ohne die eigene Geschichte zurückzulassen
Nach fast drei Jahrzehnten einen sicheren beruflichen Weg zu verlassen, war für Kim eine bewusste Entscheidung.
Der Schritt in die Selbstständigkeit bedeutete für sie nicht, die vergangenen Jahre hinter sich zu lassen. Im Gegenteil.
Vieles von dem, was sie heute macht, baut auf genau diesen Erfahrungen auf.
Menschen begleiten. Vertrauen schaffen. Verantwortung übernehmen. Unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen.
Für sie hat diese Zeit vor allem eines bestätigt: Wachstum entsteht häufig dort, wo man bereit ist, Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen.
Members Gateway ist heute eines der Projekte, in denen diese Erfahrungen und Überzeugungen zusammenkommen.
Nicht als Bruch mit dem bisherigen Weg.
Sondern als eine weitere Möglichkeit, das umzusetzen, was Kim seit vielen Jahren besonders gut kann.
Menschen miteinander verbinden.
Was eine gute Gastgeberin eigentlich ausmacht
Als Moderatorin übernimmt Kim bei Members Gateway eine besondere Rolle.
Sie führt nicht einfach durch ein Programm.
Ihre eigentliche Aufgabe beginnt viel früher.
Wer sollte miteinander sprechen? Wer bringt eine Perspektive mit, die für einen anderen Teilnehmer interessant sein könnte? Wo braucht ein Gespräch einen kleinen Impuls und wo ist es besser, einfach Raum zu lassen?
Gute Moderation bedeutet für Kim deshalb nicht, möglichst präsent zu sein.
Es bedeutet, aufmerksam zu sein.
Das passt zu einer Grundidee von Members Gateway: Der Gastgeber steht nicht im Mittelpunkt. Die Menschen im Raum tun es.
Vielleicht ist es genau diese Haltung, die Kims Rolle so selbstverständlich wirken lässt.
Menschen brauchen Nähe. Und manchmal Abstand.
Wer viel mit Menschen arbeitet, braucht einen Gegenpol.
Bei Kim ist das die Zeit mit ihrer Tochter und ihrer Familie, aber auch ganz bewusst Zeit für sich selbst.
Sie liebt die Natur, das Meer und die Berge. Sie liest, entdeckt gerne neue Orte und nimmt sich regelmäßig das, was sie selbst ihre „MeTime“ nennt.
Ruhe ist für sie kein Gegensatz zu ihrer offenen Art.
Sie ist ein Teil davon.
Kim sagt, dass ihr Begegnungen Energie geben. Wenn Menschen miteinander lachen, sich gegenseitig unterstützen oder aus einem Gespräch eine neue Idee entsteht, erfüllt sie das.
Gleichzeitig braucht sie Momente, in denen nichts von ihr erwartet wird.
Vielleicht erklärt auch das ihre besondere Aufmerksamkeit für andere Menschen.
Wer weiß, wie wichtig eigener Raum ist, versteht häufig besser, wann andere ihn brauchen.
Die richtigen Menschen zur richtigen Zeit
Eine Überzeugung begleitet Kim schon lange:
„Die richtigen Menschen zur richtigen Zeit können ein Leben verändern.“
Darin steckt viel von dem, was sie heute bei Members Gateway einbringt.
Nicht die möglichst große Zahl an Bekanntschaften. Nicht ein voller Raum. Nicht die Frage, wie schnell aus einer Begegnung ein konkreter Nutzen entsteht.
Sondern die Qualität dessen, was zwischen Menschen wächst.
Kim möchte Räume schaffen, in denen Menschen ankommen können, sich wohlfühlen und einander wirklich begegnen.
Vielleicht beginnt eine gute Verbindung deshalb mit etwas sehr Einfachem.
Nicht mit der Frage, was jemand beruflich erreichen möchte.
Sondern mit der Bereitschaft, ihm wirklich zuzuhören.



